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Was für ein Zirkus! Freie Aktive Schule besucht den Kinder-Zirkus der Waldorfschule Nürtingen

(Juni 2016)

Anfang Juni fand eine unserer Schulwochen ein tolles Ende mit einem Ausflug zur Generalprobe des Kinder-Zirkus der Rudolf Steiner Schule in Nürtingen. Jedes Jahr proben dort Kinder von der 4. bis zur 12. Klassenstufe ein dreiviertel Jahr für eine mehrstündige Zirkusaufführung im Frühling. Bei der Diesjährigen mit dem Thema: `Wer war was?´ durften wir - dank der Organisation unserer Begleiterin Angelika - mit dem Kinderkosmos zur Generalprobe ins Zirkuszelt kommen.


Wir tauchten dort bei sommerlichstem Wetter mit Haut und Haar in die Zirkuswelt ein - mit Clowns, Einradfahrern, Diabolospielern, Jongleuren, Laufkugelartisten, Seiltänzern, Bodenakrobaten, Ringakrobaten und vielem mehr. Es war unglaublich zu sehen, mit wieviel Engagement die Kinder dort bei der Sache waren! Bereits vor Ort kam dann schon der Wunsch bei unseren Kindern auf, ebenfalls einen Kinderkosmos-Zirkus auf die Beine zu stellen und ein paar Kinder entwickelten umgehend an den dort vorhandenen Kletterstangen eine kleine Choreografie für die erste akrobatische Nummer!


Da dürfen wir gespannt sein, ob sich aus dieser Inspiration noch weiteres entwickeln wird! Klasse ist auf alle Fälle schon einmal, dass wir dank einer Familie in unserer Schule für die kommenden Wochen einen Zirkusspezialisten für unsere Sportstunden zur Verfügung haben werden, der den Kindern bestimmt eine Menge über die Zirkus-Welt vermitteln kann. Vielleicht springt der Funke ja dann vollends bei allen Kindern über!

 

 

Vielseitiges Sachthema: Müll Gemeinsames Müllsammeln, Müllprotokolle, Kreatives aus Müll, Müllalphabet...

(Mai 2016)

Kinder, die mit großen Tüten und Einweg-Handschuhen suchend und mit gesenktem Blick durch den Wald streifen?


Zwei Wochen lang beschäftigten sich unsere Kinder Anfang Mai im Sachthemenblock mit einem in unserer Welt immer wichtiger werdenden Thema: dem Müll. Zu Beginn wurde erst einmal mit allen gemeinsam darüber gesprochen, welcher Müll in unserem Alltag denn überhaupt anfällt und wohin dieser entsorgt wird.


So war naheliegend, dass die Kinder natürlich umgehend `ihren´ Wald säubern wollten und so durchstreiften sie mit Sammelbehältern das Unterholz und später auch die umliegende Nachbarschaft auf der Suche nach Weggeworfenem. Alle waren erstaunt, was dabei so alles zutage trat . . .


Darüber hinaus erstellten die älteren Kinder über einige Tage ein Müllprotokoll, in dem sie alles aufschrieben, was sie täglich wegwerfen und wohin sie es entsorgen. Dabei wurde deutlich, was von jedem einzelnen Menschen täglich an Müll produziert wird. Auch ein Thema waren die Verpackungen: welche Verpackungen machen Sinn? Welche sind überflüssig? Warum müssen manche Waren überhaupt verpackt werden? Warum sind manche Verpackungen viel größer als sie eigntlich sein müssten? Gibt es in der Natur `Verpackungen´?
Das Thema wurde dann auch noch in kreativer Weise aufgegriffen und so entstanden an zwei Tagen aus unterschiedlichstem Müll lustige Figuren aus Schuhkartons, Dosen, Plastikflaschen, Eisstielen, Joghurtbechern, Kronkorken und vielem mehr.


Ebenfalls zum Thema: `aus alt mach neu´ konnten die Kinder dann noch aus Altpapier `neues´ Papier schöpfen, was ihnen sichtlich großen Spaß bereitete.

 

 

Einladung an die Senioren aus der Nachbarschaft zum Weihnachtstheater

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien luden wir im Zuge unserer Sachthemenwochen: "Weihnachten – Fest der Nächstenliebe" die Senioren aus der Nachbarschaft zu unserem kleinen Theaterstückchen `Wie weihnachtelt man´ von Lorenz Pauli und Kathrin Schärer in die Schule ein. Frau Martis (Referentin der ehrenamtlichen sozialen Dienste), welche die Ansprechperson für die Seniorenresidenz neben unserer Schule ist, wurde in den zwei Wochen vor den Ferien von einer Schülerin aus der 4. Jahrgangsstufe mehrfach angerufen und befragt, wie wir denn den älteren Menschen in der Nachbarschaft eine Freude machen könnten. Nachdem die Senioren wiederum von Frau Martis befragt worden sind, wünschten sich diese, unser kleines Weihnachtstheater bei uns in der Schule anschauen zu dürfen.

 

So kam schließlich noch ein Termin vor den Weihnachtsferien zustande und am 21. Dezember kam Frau Martis mit einigen Seniorinnen zu uns in den Kinderkosmos.

Nach einer herzlichen Begrüssung spielten die Kinder ihr kleines winterliches Theaterstück vor, das vom Schenken und dem Beschenktwerden an Weihnachten (unter den Tieren im Wald) handelte.

 

Jo, der bei uns in der Schule regelmässig mit den Kindern kocht, zauberte noch schnell zwei Obstkuchen für unseren Besuch und so konnten wir danach noch gemütlich bei Kaffee, Tee und Kuchen zusamensitzen.

 

Frau Martis berichtete noch, dass im kommenden Jahr Umbauarbeiten in der Seniorenresidenz nebenan stattfinden werden, da eine Tagesbegegnungsstätte für Demenzkranke im Frühstadium aufgebaut werden soll. Wir besprachen, dass wir mit ihr in Verbindung bleiben wollen, da sich manche Kinder vorstellen könnten, in der Tagesstätte hin und wieder etwas mit den Senioren zu machen (spielen, vorlesen, basteln).

Es war ein sehr netter Vormittag und auch unseren Besucherinnen hat es sehr gut gefallen.

 

Drei Wochen „Sammeln und Ordnen“ im Kinderkosmos

- ein Bericht von Elias Hermann -

 

„Warum bloß immer aufräumen!?“ Das Aufräumen zählt bekanntlich nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kinder. Ordnen und Sortieren kann auch ganz spannend sein und hat zudem sehr viel mit Kunst und Mathematik zu tun. Das erfuhren die Kinder im Kinderkosmos in den letzten drei Wochen im Kunstprojekt, welches von Elias Hermann angeboten wurde. Es wurden Werke verschiedener Künstler betrachtet, besprochen und untersucht. Es wurde gesammelt und geordnet, fotografiert und mit verschiedenen Materialien gearbeitet. 

In der ersten Woche waren die Sammlungen der Kinder von Interesse. Wir betrachteten das Augenbetrüger-Stillleben von Samuel van Hoogstraten und fragten uns, was uns diese angesammelten Dinge über den Künstler und seine Zeit verraten. An den folgenden Tagen brachten die Kinder eigene Sammler-Schätze mit und gestalteten ihr eigenes Stillleben. Wir unterhielten uns darüber, warum wir so gerne sammeln und was uns an diesen Dingen fasziniert. Bei dieser Gelegenheit konnten wir uns gegenseitig kennenlernen. Ich erfuhr dabei viel über die Freizeitbeschäftigungen und das Spiel der Kinder. 

Zum Thema Ordnen und Sortieren lernten wir den Schweizer Künstler Ursus Wehrli und sein Bilderbuch „Die Kunst aufzuräumen“ kennen. Bei der Buchbetrachtung fragten wir uns, nach welchen Kriterien der Künstler sortiert und wie er vermutlich vorgegangen sein mag. Inspiriert von Wehrlis Ideen, machten wir uns selber ans Aufräumen und Sortieren. Die Kinder haben ihre Arbeit vor und nach dem Sortieren fotografiert.

Wehrli hat nicht nur Parkplätze, Sandkästen und Wäsche farblich sortiert und nach Größe geordnet, sondern auch Kunstwerke aufgeräumt. Kein Mondrian oder Matisse ist vor seiner Schere sicher. Die Bilder in ihre Formen werden zerlegt und neu geordnet. Können die Kinder im Kinderkosmos das auch?

 

In der zweiten Woche stand zudem das Sammeln und Ordnen von Naturmaterial im Mittelpunkt. Wir betrachteten eine Abbildung des Medicine Wheel von Chris Drury. 

Der Künstler sammelte über ein Jahr lang, jeden Tag einen Naturgegenstand und ordnete diese auf besondere Weise an. 

Ein Anlass, mit selbstgebastelten Papiertüten in den nahe gelegenen Wald zu ziehen und Naturmaterial zu sammeln. Dinge, deren Form, Farbe oder Beschaffenheit uns ansprechen. Ich war gespannt, was die Kinder sammeln würden. Da Fundort und Gegenstand in einem Sammlerprotokoll notiert werden mussten, wurde die Wahl der Gegenstände sehr bewusst getroffen. 

In der Schule wurden die gesammelten Dinge ebenfalls in der Form eines Rades angeordnet und fotografiert. 

Anschließend wurde mit Zapfen, Steinen und Schneckenhäusern ein Gipsrelief hergestellt. Dazu wurde das Naturmaterial in eine geformte Tonscheibe gedrückt, um einen Abdruck der Struktur zu bekommen. Anschließend wurde der Gips angerührt und auf der Tonscheibe ausgegossen. An diesem künstlerisch-handwerklichen Angebot nahmen die Kinder mit Begeisterung teil. 

 

Thema der dritten Woche: Kann denn auch Müll kunstvoll sein?

Weggeworfene Dinge haben eine Geschichte. Sie laden ein, über das Leben der Menschen und ihr Konsumverhalten nachzudenken. 

Wir sprachen über den Kreislauf der Dinge. Wo und wie wurden sie produziert? Wozu wurden sie gebraucht, welche Reise haben sie gemacht? Was erzählen sie uns über die Menschen? 

Die Künstler Gabriel Orozco, Raffael Rheinsberg oder Louise Nevelson sammeln gezielt weggeworfene, verlorene und verbrauchte Gegenstände. Sie sortieren, ordnen und inszenieren diese neu. Durch die bewusste Anordnung und Beleuchtung der Dinge im Museum, bekommen sie eine andere Bedeutung. Die Kinder erkannten im eigenen Tun, wie die Vergoldung Dinge auf ihre Form reduziert. Sie werden plötzlich interessant und erscheinen wertvoll. Aus Müll wird Kunst! 

Ich bedanke mich für die Zeit, die ich im Kinderkosmos verbringen durfte. Ganz besonders danke ich den Kindern, die regelmäßig und mit Begeisterung an meinem Projekt teilgenommen haben, sie haben meinem Künstlerherz die größte Freude gemacht. 

 

 

 

Das Gespenst geht in den Kinderkosmos - Ein Kurzfilm

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Das kleine Gespenst besucht die Freie Aktive Schule Esslingen

Trickfilmwoche im Kinderkosmos

Rechtzeitig vor den Stuttgarter Trickfilmtagen fingen auch im Kinderkosmos die Bilder an zu laufen. Die Kinder der Jahrgangsstufen 1 - 6 besuchten vergangenen Montag im Zuge des Kinoangebots für Schulen in Esslingen den Film `Das kleine Gespenst´ im Traumpalast. Nachdem der Film allen sehr gut gefallen hatte, war die Freude sehr gross, als die Schüler drei Tage später Besuch von zwei hochkarätigen Filmemachern der Ludwigsburger Filmakademie bekamen. Levin Peter (Regie) und Stephan Bechinger (Schnitt) verbrachten den ganzen Vormittag mit den Kindern und Jugendlichen (diesmal waren sogar selbst die Schüler des Abschlussjahrgangs mit dabei), um mit ihnen gemeinsam einen Trickfilm zu entwickeln.

Die Begeisterung und die Ideen der Kinder kannten keine Grenzen und so entstand innerhalb eines Vormittags der Trickfilm: Das Gespenst geht in den Kinderkosmos. Während die jüngeren Kinder die einzelnen Protagonisten des Filmes (Gespenst, Hund, Katze, Vogel und Maus) zeichneten und ausschnitten, entwarfen die Grossen die Hintergründe auf farbigem Papier. Zusätzlich gab es eine Technikgruppe, die mithalf die gesamte Foto- und Lichtausrüstung in die Schule zu bringen und aufzubauen.
Beim Erstellen des eigentlichen Filmes in Legetechnik waren dann alle tatkräftig mit dabei und es wurden hunderte von Bildern fotografiert, auf denen sich jeweils nur ganz wenig veränderte. All diese Bilder werden dann - ähnlich einem Daumenkino - im Computer zusammengeschnitten, wodurch dann erst die `bewegten Bilder entstehen. Die Kinder waren am Ende mächtig stolz auf ihren Film, den sie nächste Woche von dem Filmteam alle auf einer DVD bekommen werden. Levin Peter  beschloss den Tag damit, dass er den Kindern seine Begeisterung darüber ausdrückte, dass alle so viele Stunden fast ohne Pause mit vollem Elan mitgearbeitet haben. Ein schönes Feedback für die Nachwuchsfilmer der Freien Aktiven Schule Esslingen!

 

Projekt Bienen

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Unser Bienenprojekt wurde mit einem Vortrag von Markus Eßlinger aus Hochdorf fortgesetzt. Markus ist neben seinem Hauptberuf als Ingenieur Hobbyimker und hat seine Bienenvölker in Bienenstöcken vor seinem Haus im Garten. Er brachte viele Anschauungsmaterialien mit, wie einen Bienenstock, Waben, Honig, Pollen, Werkzeug und Kleidung des Imkers, Kerzen und vieles mehr. Er erzählte in sehr kinder- und jugendgerechter Sprache von dem System und der Arbeitsaufteilung im Bienenvolk. Er sprach über ihre `Sprache´ (also wie sie sich verständigen), über ihre unterschiedliche Lebensdauer, über die Arbeiten einer jeden Einzelnen, und wie sie überwintern. Er erzählte, wie verschiedene Honigsorten entstehen, was die Arbeit des Imkers beinhaltet und warum die Bienen so wichtig sind für uns Menschen.

Wer hätte gedacht, dass eine einzelne Biene, wenn sie alleine ein Glas Honig füllen würde, dreimal um die ganze Welt fliegen müsste?

Oder, dass die Kleidung des Imkers weiß oder zumindest sehr hell ist, da alles Dunkle und Große die Biene an den Urfeind, den Bären erinnert und daher `Alarm´ auslöst? Oder, dass unser beliebter Tannenhonig eigentlich Läusepippi (wie er es nannte) ist? Oder dass die Königin und heranwachsende Prinzessinnen nur mit Gelee Royal gefüttert werden, also mit dem Feinsten vom Feinen? Es war auch für uns Erwachsene hochspannend, was diese kleinen Tiere - von uns häufig völlig unbemerkt - in ihrem kurzen Leben alles leisten und was in ihnen von der Natur aus an `Wissen´ angelegt ist.

Markus lud uns auch für nächstes Frühjahr zu sich nach Hause ein, um seine Bienen zu besuchen, wenn sie wieder ausschwärmen. Dieses Angebot werden wir natürlich gerne annehmen.

Die Kinder waren von Klasse 1 bis 9 alle versammelt und die meisten schafften es ganze zwei Stunden zuzuhören. Jeder bekam abschließend noch Pollen, Blütenhonig und Waldhonig zum Probieren. Und schließlich und endlich halfen viele Kinder noch mit, die mitgebrachten Sachen wieder in Markus´ Auto zu tragen. Ein gelungener Start ins Bienenprojekt!

Beide Tage darauf bot unsere Begleiterin Lisa den Kindern an, Bienenwachskerzen zu gießen. Lisa hat uns ja im Vorfeld nicht verraten, dass ihr Vater auch Imker ist und so saß sie sozusagen an der Bienenwachs-Quelle. Sie brachte kleine Silikonförmchen in Form eines Bienenstocks und eines Tannenzapfens mit. Das Wachs wurde im Topf auf einer Herdplatte erhitzt, dann in die Förmchen gegossen, die zuvor mit einem Docht präpariert waren, und heraus kamen wunderbar duftende Kerzen! Die Kinder hatten eine riesige Freude und ich muss gestehen, ich hätte mich am liebsten selbst dazugesellt.

Im Rahmen ihres Schreib- und Leseangebots für die Kleinen arbeitet Lisa mit verschiedenen Materialien. Nach dem Buchstabentropfen mit heißem Bienenwachs und dem Legen und Kleben der Buchstaben mit kleinen schwarzen und orangenen Linsen hat Lisa die Kinder vergangene Woche Buchstaben aus Bienenwachs formen lassen. Die Kinder genossen es, dass das Wachs langsam in ihren Händen warm und dadurch formbar wurde und so entstanden handgemachte und ganz individuelle Buchstaben: ein kleines dickes T, ein ganz großes schlankes T, ein bröseliges T . . . je nach Kind. Und dabei begleitete sie der wunderbar vorweihnachtliche Duft von Bienenwachs . . .

Lisa ergänzt das Bienenprojekt mit dem Herstellen von gerollten Kerzen aus Bienenwachs. Jedes Kind ist bereits im Besitz von mindestens einer Kerze (die wundervoll duften).

Zusätzlich wurden heute aus Bienenwachs mit Ausstechformen verschiedene Motive als Anhänger für einen Weihnachtsbaum hergestellt. Alle waren auch hier begeistert am Werken und der Duft der Wachsplatten liegt mittlerweile im ganzen Schulhaus, herrlich.

Annette Schnabel

 

 

 

 

Der Kinderkosmos bei Ursula Poznanski

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Die freie aktive Schule Esslingen „Kinderkosmos“ führte in der Woche vom 18. – 22. November eine Kulturwoche durch. Sie war im Stuttgarter JES und ließ sich durch „Das Geschenk des weißen Pferdes“ in die Welt der Mongolei entführen. Sie besuchte das „Youth dance special“ von Eric Gauthier im Theaterhaus Stuttgart. In der Schule wurde eine Annäherung an das Spiel mit Geige und Viola durch die Orchestermusiker Klaus von Niswandt (Stuttgarter Kammerorchester) und Simone Püschel-von Niswandt (Musikschule Fellbach) geboten.

Den Höhepunkt der Woche erlebten die 9.-Klässler des Kinderkosmos am Freitag, 22.11., in den Stuttgarter Jugendbuchwochen mit der Autorinnenlesung von Ursula Poznanski, preisgekrönte Jugendbuchautorin (Jugendbuchpreis 2011 für „Erebos“) aus Wien. Sie las aus ihrer neuen Trilogie vor. Den ersten Band „Die Verratenen“ referierte die Autorin kurz, bevor sie Passagen aus dem neuen Band „Die Verschworenen“ las. Es handelt sich um ein Weltuntergangsszenario mit düsterem Flair: Die Welt ist geteilt in Menschen, die in sogenannten Sphären, .Städten unter Glaskugeln, leben, und in Menschen, die außerhalb der Sphären in der freien Natur leben, in Kälte, Eis und Hunger. Frau Poznanski las spannende Passagen über die viel versprechende Studentin Ria, die in einer Sphäre aufwuchs und beste Aussichten hatte, einmal eine führende Position einzunehmen. Über sie und einige ihrer Studienkollegen wurde aus heiterem Himmel ein Todesbefehl verhängt, wobei ihnen unklar war, von wem der Befehl ausging und warum er erteilt wurde. Ria und ihre Clique konnten sich retten und wurden von den Außenmenschen in deren Clan aufgenommen. Die Studentin Ria lernt nun eine ganz andere Welt kennen und muß ihre Vorurteile über die als primitiv geltenden Außenmenschen überprüfen und korrigieren. Ob es ihr gelingt, die Verschwörung, die ihren Tod wollte, aufzudecken, verriet die Autorin natürlich nicht.

In der anschließenden Diskussion stellten die Kinder Fragen, die Frau Poznanski mit Humor beantwortete. So erfuhren die Kinder, dass die Autorin pro verkauftem Buch 80 Cent bis 1 € verdient, nicht mehr, dass der dritte Band der Trilogie in Arbeit ist, dass der Titel noch nicht feststeht, dass sie pro Tag ca. 1000 Wörter schreibt und dass sie von ihrem Schreiben einigermaßen leben kann.

Abschließend vergab die Autorin Autogramme.

 

 

 

 

Berufspraktika der Jahrgangsstufe 7 und 8

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Erstmals seit Gründung des Kinderkosmos fanden Berufspraktika für unsere Schüler statt. Die zehn 7.- und 8.-Klässler waren zunächst zwei Wochen, vom 19.-30.11.2012, im GARP Ostfildern und im BAZ (Berufsausbildungszentrum) Esslingen in den Werkstätten für Metall, Elektrotechnik, Holz, Farbe und Dienstleistung tätig.

Sie lernten die Grundtechniken der Berufsfelder kennen und fertigten unter Aufsicht der zuständigen Meister Werkstücke an.

Die Schüler, alle Jungs, waren mit Eifer bei der Sache. Es machte allen viel Spaß, Berufsfelder praktisch kennenzulernen. Begleitet wurden sie während der gesamten Praktikumszeit von einem ihrer hauptamtlichen Schulbegleiter.

Verblüffend waren die Rückmeldungen der Meister. Solche aufgeschlossenen und interessierten, dabei zügig und schnell arbeitenden Schüler hätten sie noch kaum vorher betreut, hörten wir Eltern im Abschlussgespräch nach den zwei Wochen. Die Jungs wurden als interessiert, rasch in der Auffassung und schnell in der Durchführung beschrieben. Sie halfen einander und arbeiteten gut zusammen, obwohl natürlich jeder seine eigenen Werkstücke herstellte. Dadurch konnten sie in der gleichen Zeit ein Werkstück mehr herstellen als andere Klassen. Wir Eltern erfuhren, dass die soziale Kompetenz unserer Schüler herausragend sei. Es sei nie zu Konflikten gekommen. Sie seien gut miteinander zurechtgekommen und hätten sich gegenseitig geholfen.

Im März 2013 war das zweite Berufspraktikum, diesmal nur für die 8. Jahrgangsstufe, vorgesehen. Nun musste jeder Schüler selbst eine Praktikumsstelle finden für 1-2 Wochen. Unterstützung fanden die Schüler im Vorfeld durch das Jugendhaus Mettingen (Kreisjungendring Esslingen), das an der Schule ein Angebot machte mit Anleitungen zum Erstellen eines Lebenslaufs, eines Bewerbungsschreibens und Finden von geeigneten Praktikumsstellen durch Suche im Internet. Alle Schüler fanden Praktikumsstellen, bei den verschiedensten Firmen im Raum Esslingen. Wieder wurden sie vom Schulbegleiter begleitet. Er machte bei jedem Schüler einen Besuch und unterhielt sich mit Schüler und Ausbilder. Auch dieses Praktikum war sehr erfolgreich.

Zusammenfassend bestätigte sich für Eltern und Begleiter neben allen anderen positiven Ergebnissen auch die Pädagogik des freiwilligen Lernens. Unsere Schüler hatten sich freiwillig zu diesen Praktika entschlossen und sie konsequent und erfolgreich durchgeführt. Keiner stieg aus. Da alle bei der Sache waren, kam es auch nicht zu Unwilligkeit oder Langeweile oder Störungen oder Boykotten, wie die leidgeprüften Ausbilder es bei anderen Klassen wohl oft erleben. Es herrschte eine freundliche und fruchtbare Lernatmosphäre. Nicht zuletzt konnten die Jugendlichen Neigungen für eventuelle Berufe testen. Das ergab eine zusätzliche Motivation für den 2014 anstehenden Hauptschulabschluss und die daran anschließende mögliche Weiterorientierung.

Brigitta Öztan